Start Über uns Spezialisten

Sanitätszug

 

Der Sanitätszug ist ein Spezialteam der Feuerwehr Rheinfelden.

Die Sanitäterinnen und Sanitäter verfügen mehrheitlich über langjährige Feuerwehrerfahrung und erhalten alle eine fundierte Ausbildung, welche auch im Alltag von grossem Nutzen ist. Dazu gehören Notfalltraining sowie erweiterte Erste-Hilfe-Kurse durch Rettungsschulen wie z.B. SAN-Arena und Emergency School Zofingen. Ebenfalls absolvieren alle Sanitäter/innen regelmässig CPR-AED-Kurse, welche dann auch mit einem Ausweis abgeschlossen werden.

Das Handwerk sowie die Handhabung des umfangreichen Materials werden in separaten Detailausbildungen erlernt. Gemeinsame Übungen zusammen mit der gesamten Feuerwehr proben das Zusammenspiel im Ernstfall und verschaffen zusätzlich die gewünschte Handlungssicherheit.

An Feuerwehrübungen, insbesondere mit Atemschutzeinsatz, wird die erste Hilfe durch mindestens ein Mitglied des Sanitätszuges sichergestellt um im Notfall eine erste medizinische Unterstützung bieten zu können.

Der Einsatz der Sanität ist vielseitig und reicht vom Anlegen eines Verbandes bis zur komplexen Organisation einer Verwundetensammelstelle bei Grosseinsätzen. 

Jedes Mitglied der Sanität verfügt über einen persönlichen Rucksack mit Rettungsmaterial. Weitere Ressourcen werden durch den Sanitäts-Anhänger, sowie die Ersteinsatzfahrzeuge sichergestellt, auf denen sich umfangreiches Sanitäts-Material befindet.

 

Verkehrszug

Da der Verkehrszug (VZ) seine Aufgaben selbständig bewältigt, ist er mit einem eigenen Fahrzeug (Zähring 25) und Material ausgerüstet.

Um sich bei einem Schadensereignis voll auf seine Aufgaben konzentrieren zu können, muss sich der Einsatzleiter auf den Verkehrszug verlassen können. Die eigentliche Aufgabe des VZ ist es, den Schadensplatz grossräumig abzusperren und zu sichern. Der allenfalls anfallende Verkehr wird weitgehend umgeleitet. Eine wichtige Aufgaben ist es auch, Behinderung durch Schaulustige in Grenzen zu halten und sie daran zu hindern sowohl sich selbst als auch die im Einsatz stehenden Feuerwehrleute in Gefahr zu bringen. Eine weitere Aufgabe des Verkehrszuges besteht darin, das problemlose Durchkommen der Rettungsmannschaften und Rettungsfahrzeuge an den Schadensplatz zu sichern und zu gewährleisten.

Meistens sind die Leute des Verkehrszuges noch am Schadenplatz, wenn die ersten Fahrzeuge bereits wieder auf dem Heimweg sind. Besondere Gefahren bieten Einsätze auf der Autobahn, weshalb auch die Mitglieder des Verkehrszuges eine solide Ausbildung benötigen.

 

Elektrogruppe

Elektrische Energie ist aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Dank moderner Technik und heutigen Schutzvorrichtungen ist der Umgang mit elektrischen Geräten in unseren Haushalten zur Normalität geworden. Bei einem Brand oder anderen Schadensereignissen (Sturm, Hochwasser usw.) können die Schutzmechanismen aber ausser Kraft gesetzt werden.
In einem Schadensfall besteht die Aufgabe der Elektrogruppe darin, die Stromversorgung soweit abzuschalten, dass keine zusätzliche Gefährdung für Personen oder Sachen entsteht. Dies kann gezielt einzelne Räume, Gebäudeteile oder auch ganze Gebäudegruppen betreffen, aber auch Strassenbeleuchtungen, die z.B. bei einem Verkehrsunfall zu berücksichtigen sind. Zu unserem Problemfeld gehören auch Bahnbetrieb und Freileitungen, die im Ernstfall ebenfalls eine Gefährdung verursachen können.

Im Gegensatz zur Verkehrsgruppe oder der Sanität ist die Elektrogruppe sehr stark in der regulären Feuerwehr integriert. Da die Elektrogruppe nur bei einigen wenigen Einsätzen benötigt wird, sind wir meistens als „normale“ Feuerwehrleute im Einsatz. Bei den ca. 3 Übungen pro Jahr, die zusätzlich zu den regulären Feuerwehrübungen stattfinden, befassen wir uns mit den elektrischen Anschlussplänen (Ortskenntnisse), der simulierten Abschaltung von Gebäuden und allgemeinem Vorgehen bei Schadensfällen.

 

Rheinrettungsdienst

Der Rheinrettungsdienst (RRD) ist eine Abteilung der Feuerwehr Rheinfelden und kann, wie die Feuerwehr auch, über die Notrufnummer 118 (international 112) aufgeboten werden, wenn es gilt Mensch, Tier oder Material aus dem Rhein zu retten.

Der RRD bietet Hilfestellung bei Einsätzen der Feuerwehr auf der Seite Rhein und hat die Möglichkeit für die Brandbekämpfung eine Motorspritze mit einem Wasserwerfer einzusetzen.

Die meisten Einsätze umfassen Suchaktionen nach Personen und Material. Der Bootsführer ist verantwortlich für das Boot und seine Besatzung. Bei Aktivitäten / Veranstaltungen auf dem Rhein, wie z.B. das Rheinschwimmen, dem Schlauchboot- oder Pionierwettkampf ist der RRD mit der Sicherung der TeilnehmerInnen beauftragt. Seit Jahren wird in allen Bereichen auf dem Rhein grenzüberschreitend und erfolgreich mit dem DLRG in Deutschland zusammengearbeitet, aber auch mit den anderen Organisationen auf dem Rhein bis hinunter nach Basel.

Der Besitz des Bootsführerausweises und der Umgang mit dem Element Wasser (als Schwimmer) ist Bedingung für die Zugehörigkeit zu dieser Crew. Ausbildung in Cardio Pulmonaler Reanimation und eine Vorausbildung als Pontonier sind hilfreich, aber nicht Bedingung, da permanent Ausbildung betrieben wird.

Zur besseren Orientierung (Notrufnummer, Standort, Meldung) eines Ersthelfers wurden in dem von uns zu betreuenden Abschnitt auf der linken Rheinuferseite beschriftete Rettungskästen aufgestellt. Die Rettungskästen sind nummeriert. Wenn nun beim Absetzen des Notrufes diese Nummer angegeben wird, wissen die Einsatzkräfte sofort den Standort des Melders. Zudem beinhalten die Kästen ein Schwimmmittel, welches dem Schwimmer im Notfall zugeworfen werden kann.

 

PEERS

Nach einem schweren Ereignis mit möglicher psychischer Belastung eines Betroffenen hilft bei der Bewältigung der Care Giver aus dem Care Team. Das Care Team wird über die Dargebotene Hand Tel. 143 von dem zuständigen Einsatzleiter aufgeboten. Für die Feuerwehrangehörigen übt die Funktion und die Aufgaben des Care Giver der Peer aus. Ein Peer ist für die Mithilfe bei der Ereignisbewältigung während und nach einem schweren Einsatz zuständig. Einerseits hilft er während des Einsatzes auch die betroffenen Privatpersonen zu betreuen, bis das angeforderte Care Team eintrifft. Andererseits ist er verantwortlich für die Primärprävention (die Ausbildung der AdF und die Vorbereitung auf mögliche schwere Einsätze), die Sekundärprävention in Form von strukturierten Gesprächen (Briefings, Debriefings oder Defusings). Jeder AdF kann diese Hilfe und Betreuung auf freiwilliger Basis in Anspruch nehmen. 

Die Zeiten haben sich geändert, so ist doch oft die Grundbelastung (z.B. Termindruck, Stress am Arbeitsplatz) schon recht hoch und es kann mit einem zusätzlich belastenden Einsatz leicht zu einer Überbelastung kommen. Einsatznachbesprechungen (technisch und aber auch über persönliche Eindrücke während / nach dem Einsatz) können schon sehr schnell bei der Ereignisbewältigung helfen.

 

Höhensicherungsgruppe

Früher haben sich die Feuerwehrleute z.B. nach einem Brand zu Räumungsarbeiten auf dem Dach meist ungesichert bewegt. Rauhreif, nasse Ziegel, etc. könnten zu einem Sturz mit fatalem Ergebnis führen.

Heute wird die Sicherheit gross geschrieben und deshalb werden Arbeiten in Höhen, z. B. auf Dächern bei Räumungsarbeiten nach einem Brand oder nach starkem Schneefall nur noch unter der Obhut von der Höhensicherungsgruppe (HSG) durchgeführt. Ein weiteres Einsatzgebiet ist nach einem Unfall, Brand oder Einsturz in einem Hochregallager, welche heute vermehrt vorhanden sind.  

Aber auch Arbeiten in Tiefen gehören zu den Sicherungsaufgaben der HSG. Silorettung, Rettung am steilen Rheinbord oder z. B. an einem Brückenpfeiler am Rhein sind hier typische Einsatzthemen.

 


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