Die Grundausbildung der Feuerwehr besteht vor allem aus den zwei Bereichen Rettungsdienst & Brandbekämpfung. Jeder Feuerwehrmann, jede Feuerwehrfrau kann somit bei Einsätzen sofort in zwei grossen, wichtigen Bereichen eingesetzt werden. Die Grundausbildung dauert rund ein Jahr - während dieser Zeit werden noch keine Einsätze bestritten. RettungsdienstRetten von Personen, Tieren und Wertgegenständen aus einer Gefahrensituation. Ausbildung in
lebensrettenden Sofortmassnahmen in Verbindung mit den Spezialisten der Sanität. Sichere und schnelle Handhabung von Leiternstellungen / Rettungen über verschiedene Leitertypen (Handschiebeleiter / Strebenleiter). Selbstrettungen, Sicherungen in der Tiefe und der Höhe, Schachtrettungen, Personenrettungen mittels Sprungretter, realitätsnahe Übungen an Objekten (Einsatzübungen, Detailübungen). BrandbekämpfungBekämpfen von bestehendem Feuer und verhindern der weiteren Ausbreitung. Schnellstmöglicher Aufbau einer Löschleitung. Einsetzen von einer Vielzahl an Löschmittel gegen das Feuer (Brandbekämpfungsdecke, Wasser, Schaum, Pulver, Kohlendioxyd, Löschgasgemische, usw.). Einsetzen von diversen Löschtaktiken gegen das Feuer. Grundsätze der Brandbekämpfung erlernen (z.B. Rohrführergrundsätze). Dreifacher Brandschutz / Löschangriff (z.B. Tanklastwagen im Brand). Bekämpfung von Feuer von innen und von aussen. Realitätsnahe Übungen am Feuer (Einsatzübungen, Detailübungen).
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Gute Feuerwehrkenntnisse und körperliche Fitness sind für den Einsatz in der Atemschutz-Truppe unerlässlich.
Der Atemschutz gilt als der ultimative Kick in der Feuerwehr und ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Unter Atemschutz können Einsätze absolviert werden, welche früher undenkbar waren - dabei steht die Sicherheit der Einsatzkräfte an oberster Stelle. Dies erfordert eine umfassende Zusatzausbildung innerhalb der Feuerwehr und das bestehen eines kantonalen Grundkurses. Unter den Atemschützlern wird Kameradschaft gross geschrieben - sowohl während der Übung als auch im Einsatz arbeitet man im Team, wofür grosses Vertrauen wichtig ist. Mit dem Pressluftatmer mit 1er Flasche, kann man zwischen 30 und 40 Minuten unabhängig von der Aussenluft arbeiten. Mit einem Doppelflaschengerät, sind Einsätze sogar bis zu 90 Minuten möglich.
Der Maschinist sorgt für genügend Wassernachschub, z.B mittels einer Motorspritze aus einem Gewässer oder dem
Tanklöschfahrzeug (TLF) ab einem Hydrant. Die Ausarbeitung von Einsatzplänen für den Wassertransport, sowie das Vermitteln der Maschinen- und Gerätehandhabung, sind ein fester Bestandteil der Gestaltung von jährlich fünf Motorspritzen-Proben. Daneben sind die Maschinisten aber auch z.B. für den Schlauchverleger und den Wassertransport zuständig. Maschinist ist ein interessanter Job für Technikfreaks und die Vorrausetzung für einen Anwärter für den C1 Führerausweis. Alle Chauffeure in der Feuerwehr Rheinfelden sind auch Maschinisten - so ist sichergestellt, dass im Einsatzfall auf jedem Fahrzeug ein Feuerwehrangehöriger sitzt, welcher das Fahrzeug in allen Belangen beherrscht.
Pioniere (PIO) gehören zu einer speziell ausgebildeten Mannschaft, die trotz erschwerten Bedingungen, ihr gelerntes absolut ruhig und konsequent anwenden muss. Damit sind auch die Situationen und Eindrücke gemeint, welche ein Pionier beispielsweise bei einem schweren Verkehrsunfall antreffen kann.
Für die Befreiung von eingeklemmten Personen setzen wir unser PIO Material ein. Dieses Material, wie Spreizer und Schere sind auf unseren schnellsten Fahrzeugen - PIO Fahrzeug (Zä 26) und dem Universallöschfahrzeug (Zä 21) - installiert. Am Unfallort ist der Rettchef derjenige, welcher die Rettung in enger Zusammenarbeit mit Sanität koordiniert. Die Santität, bzw. der Arzt betreuen die verletzte Person. Der Rettchef gibt der Rettmannschaft die Anweisungen, wie und wo geschnitten, gespreizt, getrennt und gezogen wird, damit die Person frei kommt. Oft wird ein Arzt mit der REGA vor Ort geflogen. Das Ziel ist, den Patienten vor Ort so stabilisieren, dass er die Bergung und den nachfolgenen Transport übersteht. Die Hauptaufgabe der Pio-Gruppe ist es also, die Unfallstelle absichern (z.B. Brandschutz) und den Patienten aus dem Autowrack zu bergen, um ihn anschliessend der Sanität zu übergeben. Daneben gehören aber auch Aufgaben wie z.B. das Entfernen von umgefallenen Bäumen oder die technische Hilfeleistung mit schwerem Gerät zu den Aufgaben der Pio-Mannschaft.
Mit der ADL können Rettungseinsätze und technische Hilfleistungen bis 30 Meter Höhe geleistet werden, sowie die Brandbekämpfung von oben unterstützt werden. Die ADL wird jährlich zu ca. 30 Einsätzen, wie Rettungen von Personen und Tieren, Löscheinsätzen
und anderen Einsätzen, welche mit einer normalen Leiter nicht bewältigt werden können, gerufen. Diese grosse Anzahl Einsätze und das grosse Einsatzgebiet erfordern eine solide Spezialausbildung. Die Handhabung des rund 1.2 Millionen Franken teuren Fahrzeugs muss ständig geübt und wiederholt werden, damit im Einsatzfall die Drehleiter sofort richtig und effizient eingesetzt werden kann. Neben Einsatzübungen stehen daher auch Fahrübungen in der Altstadt auf dem Programm. Daraus folgt auch, dass die Mitglieder der ADL-Gruppe Maschinisten und Chauffeure sind und von Haus aus ein gewisses Feeling für die grosse Maschine mitbringen. Die ADL-Gruppe wird nicht nur zu Einsätzen im eigenen Einsatzgebiet gerufen - wenn nötig kann sie auch von anderen Kantonen oder von den Kameraden in Deutschland angefordert werden.
Aller Anfang ist schwer: deshalb wird auch unter Anweisungen von Fahrlehrern und Experten in der Fahrschule mit der Theorie für den C1 Führerausweis begonnen. Für die zukünftigen „Kapitäne“ der schweren und
vielseitigen Feuerwehrfahrzeuge geht es weiter mit kennen lernen, sowie bedienen eines jeden Fahrzeuges. Orts- und Strassenkenntnisse sind die Grundlage für das schnelle und sichere Erreichen eines Ereignisortes im Alarmfall. Die Feinfühligkeit und Sicherheit muss jeder Fahrer anlässlich eines jährlichen Geschicklichkeitsfahrens unter Beweis stellen. Dabei werden mit den Fahrzeugen spezielle Situationen gemeistert wie z.B. rückwärts Einparken mit Anhänger oder das Abschätzen der eigenen Fahrzeughöhe aus grosser Distanz. Ziel dieser Ausbildung ist es, Chauffeure auszubilden, welche auch unter dem erhöhten Stressfaktor im Einsatzfall ein Feuerwehrfahrzeug sicher und schnell an den Einsatzort bringen können.
Seit 1993 besteht in Rheinfelden eine Jugendfeuerwehr. Was in Deutschland und Österreich schon seit Jahrzehnten gang und gebe war, schwappte in den neunziger Jahren auch auf die Schweiz über. Eine
Arbeitsgruppe der Feuerwehr Rheinfelden machte sich daran, ein Konzept für eine Jugendfeuerwehr zu entwerfen. Einerseits sollte das Freizeitangebot für Kinder in Rheinfelden sinnvoll ergänzt werden. Andererseits sollten damit die Rekrutierungsprobleme teilweise umgangen werden. Heute besteht die Jugendfeuerwehr aus rund 20 Mitgliedern, welche ein - zwei Mal im Monat am Samstag-Nachmittag eine Übung abhalten. Dabei sollen auf spielerische Art und Weise Brandbekämpfung, Verkehrstechniken und Sanitätskenntnisse vermittelt werden. Etliche ehemalige JuFüler versehen heute ihren Dienst in der "richtigen" Feuerwehr und es kommen jährlich neue dazu. Was vor über 10 Jahren begann ist heute ein fester Bestandteil der Feuerwehr geworden.
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